25.09.2022   18.00 Uhr

Fanny Vicens: GOLDBERG-VARIATIONEN

Eins der bedeutendsten und komplexesten Werke der Klaviermusik – präsentiert auf dem Akkordeon! Die Künstlerin des Abends ist studierte Konzertpianistin und Professorin für Akkordeon in Lausanne; sie beherrscht also beide Instrumente auf höchstem Niveau.

Ihre Interpretation der Goldberg-Variationen eröffnet dem Zuhörer ganz neue Dimensionen dieses einzigartigen Werkes.

Sie hat die Kühnheit, uns die Goldberg-Variationen auf einem Instrument vorzustellen, das mehr als ein Jahrhundert nach der Entstehung des Werks erfunden wurde. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um eine Bearbeitung, sondern um eine Übertragung, eine Transkription, die dem Text vollkommen treu bleibt. Die Musikerin befindet sich auf einem spiegelbildlichen Weg: Das Werk fungiert als Enthüllung des Instruments, und die Art des Instruments passt sich der Absicht des Autors an, der ausdrücklich für ein Cembalo mit zwei Manualen schreibt. Dieses ist aufgrund der häufigen Überlagerungen und Überkreuzungen der Hände notwendig, und die Interpretation auf dem Akkordeon mit seinen beiden Tastaturen enthüllt eine räumlich geprägte Klangrealität, die in Bachs kontrapunktischer Handschrift enthalten ist.

Der Werdegang von Fanny Vicens wirft außerdem ein Licht auf zwei Wahrnehmungsmodalitäten, die bei ihr ständig aktiv sind. Als versierte Pianistin nimmt sie als Akkordeonistin Unterricht in der historisch informierten Interpretation von Barockmusik. Zwei Klangkonzepte, die trotz des gemeinsamen Prinzips der Tastatur eigentlich gegensätzlich sind, bewohnen gleichzeitig den imaginären Raum dieser einzigartigen Musikerin. Das Besondere am Klavierklang ist die Tatsache, dass der Interpret nur den Anschlagamoment beeinflussen kann; der Nachklang entzieht sich dem Einfluss des Interpreten. Dies wird der Plastizität des Akkordeons gegenübergestellt, das die Möglichkeit bietet, moduliert zu werden.

Es ist diese Komplementarität, diese Spannung zweier Wünsche, die die Aufnahme von Fanny Vicens hier auflöst.Das Ergebnis ist eine unvergleichliche Stimmführung, eine Transparenz der Klangebenen und eine Ausdrucksqualität dank der kontinuierlichen Variation der Intensität.

Das Ganze erinnert an ein weiches, surrealistisches Cembalo, wie eine weiche Uhr von Salvador Dali, die uns in ein neues Zeitverständnis einführt und unser Zuhören tiefgreifend verändert. Es erneuert unseren Blick auf etwas, das eine terra cognita zu sein schien, und verleiht einem Meisterwerk neue Dynamik, indem sie sein Genre verändert, um seine tiefere Identität besser herauszuarbeiten, und es beweglich, zeitgemäß und somit lebendig macht.

Sonntag, 25.9.2022
Ehemalige Synagoge Leutershausen
Hauptstr. 27
69493 Hirschberg
Ticketreservierung empfohlen!
Tickets: 18,00 € | 15,00 € (Mitglieder) | 10,00 € (Schüler)

Ticketreservierung wir dringend empfohlen!

Über den obenstehenden Link, per mail an info@musik-in-hirschberg.de oder telefonisch unter 06201-24 987 33 wird dringend empfohlen!

26.6.2022   18.00 Uhr

DaCapo

Ein Konzert der Extraklasse (oder Event? Oder Mini-Festival?): „DaCapo„:

Am Sonntag, 26.6. starten wir um 18 Uhr auf dem Platz vor der Synagoge mit dem Vorprogramm. In bester Straßenfest-Atmosphäre wird das PianoMobil (das seine Premiere letztes Jahr auf dem Platz mit dem Konzert von Ragna Schirmer hatte) bereitstehen für „Straßenmusik“. Es gibt Getränke, Knabbersachen und die Gelegenheit zur Begegnung, Austausch, gemeinsamer Vorfreude nach der viel zu langen Pause.

Um 19 Uhr beginnt dann das eigentliche Konzert in der Synagoge, das einschliesslich Pause ca. 2 Stunden dauern wird.

Das Format unseres Konzerts ähnelt von der Konzeption her unserem Gründungskonzert „AUFTAKT“ vom 4.10.2015.

Unter dem Motto „DaCapo“ starten wir neu mit einem wirklich außergewöhnlich bunten Programm, zu dem die interessantesten Künstler und Ensembles aus der Region bereits zugesagt haben. Von Klassik über Romantik bis zu Jazz, Rock und Chanson ist alles vertreten:


Die TWIOLINS sind in Hirschberg keine Unbekannten; mehrfach haben sie für uns gespielt, und auch beim AUFTAKT-Konzert waren sie dabei. Diesmal präsentieren Marie-Luise und Christoph Dingler ein „best-of“ aus ihrem Programm „Eight Seasons“

Die Pianistin ALEKSANDRA MIKULSKA zählt unbestritten zu den besten Chopin-Interpreten der heutigen Zeit. 2021 wurde sie von der Musikhochschule Dresden zur Professorin berufen; sie wird für uns eine Auswahl von Werken Chopins zusammenstellen.

THE ART OF TWO ist ein Duo, das sich ganz der Improvisation verschrieben hat. Sowohl der Gitarrist David Heintz als auch der Klarinettist Matthias Dörsam sind in allen musikalischen Stilen zuhause und werden dem Publikum Gelegenheit bieten, Impulse für ihre Improvisationen zu geben.

Die musikalisch-pianistische Entwicklung von LILIAN REMENSPERGER konnte das Hirschberger Publikum in den letzten Jahren Schritt für Schritt verfolgen, denn sie trat regelmässig bein unseren „Concertino“-Schülerkonzerten auf und wird unser DaCapo Konzert mit Chopin eröffnen.

MATZ SCHEID ist nicht nur als Leiter des „Odenwälder Shanty-Chors“ eine Institution, sondern auch als „bärtiger Barde“ und Gitarrist/Sänger in mehreren Formationen weit über die Region bekannt. Er wird für unseren Abend eine einzigatige Mischung aus seinem breiten Repertoire präsentieren.

Das DUO ALLEGRO ist unserem Publikum bekannt von ihrem Auftritt im Februar 2020 – das letzte reguläre Konzert vor der Corona-Pause. Der Geiger Alexander Galushkin und der Pianist Rolf Fritz werden virtuose ungarische und jüdische Musik darbieten.

Die Harfenistin und Sängerin SIGRID HASELMANN wird uns verzaubern mit irischer und keltischer Musik. Auch sie war schon bei mehreren unserer gemischten Programme in den vergangenen Jahren mit von der Partie.

Auch KATJA ZAKOTNIK (Cello) und NAILA ALVARENGA (Klavier) sind dem Hirschberger Publikum von mehreren Auftritten bekannt. Wer z.B. Katjas „Konzert im Bachzustand“ miterlebt hat, für das die Synagoge damals mit Liegestühlen, Decken, Kissen und bequemen Sitzmöbeln ausgestattet wurde, um sich ganz entspannt Bachs Cellosuiten hinzugeben, wird das nie vergessen können. Diesmal präsentieren die beiden die Leidenschaft der Musik Brasiliens.

Die Geigerin, Sängerin und Multiinstrumentalistin META ist dem Hirschberger Publikum durch ihre Auftritte in Erik’s Weinscheuer, der Synagoge und dem Olympia-Kino bestens bekannt. Sie wird einen Ausschnitt aus ihrem Programm „Wenn es Nacht wird…“ darbieten, am Klavier begleitet von Jens Schlichting.


Ein Abend, den man keinesfalls verpassen sollte!

Sonntag, 26.6.2022
Ehemalige Synagoge Leutershausen
Hauptstr. 27
69493 Hirschberg
Ticketreservierung empfohlen!
Tickets: 18,00 € | 15,00 € (Mitglieder) | 5,00 € (Schüler)
| 35,00 € (Familien)

Ticketreservierung wird dringend empfohlen!

Oder per mail an info@musik-in-hirschberg.de oder telefonisch unter 06201-24 987 33 wird dringend empfohlen!

26.9.2021   18.00 Uhr

Kemal Gekić

Der Starpianist bei einem seiner seltenen Auftritte in Deutschland zu Gast in Hirschberg!

>> Ticket reservieren

Der amerikanisch-kroatische Pianist Kemal Gekić  präsentiert ein Kaleidoskop hochpianistischer Charakterstücke, eingerahmt von zwei größeren Variationswerken. 

Kemal Geki`´ć begeisterte zuletzt in Hirschberg mit einem Bach/Liszt Recital.

Sein vom Geist Franz Liszts geprägter  Interpretationsstil ist der kommunikativen Spannung mit dem Publikum verpflichtet. Seine Spontaneität entfaltet sich auf der Grundlage von Textverständnis und Ausnahmepianistik.

In diesem Konzertprogramm kann man die  große Klavierkunst von Kemal Gekic facettenreich erleben.

Sein Programm enthält Werke von Liszt, Schubert, Rachmaninov, Chopin, Schumann und  weiterer Pianisten-Freunde von Liszt, welchen dieser im abschließenden Hexameron Gelegenheit gab, eigene Variationen beizusteuern. 

Wer Kemal Gekić einmal live erlebt hat, weiß, dass man so ein einzigartiges Konzerterlebnis auf keinen Fall verpassen darf!

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Sonntag, 26.9.2021
Ehemalige Synagoge Leutershausen
Hauptstr. 27
69493 Hirschberg
Ticketreservierung erforderlich!
Tickets: 18,00 € | 15,00 € (Mitglieder) | 10,00 € (Schüler)

Hier geht’s direkt zur Ticketreservierung:

…unser aktuelles Hygienekonzept finden Sie hier

Der 1962 in Split, Kroatien, geborene Gekic spielte bereits im Alter von eineinhalb Jahren Melodien auf dem Klavier. Das junge Wunderkind erhielt seine gesamte musikalische Früherziehung von seiner Tante Lorenza Batturina. 1978 trat er in die Klasse von Professor Jokuthon Mihailovich (einem Absolventen des Moskauer Konservatoriums) an der Kunstakademie von Novi Sad, Jugoslawien, ein. Er schloss sein Studium 1982 mit der höchsten Note ab, die jemals in einem Diplomprüfungskonzert vergeben wurde, und erhielt sofort eine Anstellung als Dozent an der Klavierabteilung, die er schließlich bis 1999 leitete. Während seiner Schulzeit gewann er Preise beim Franz-Liszt-Wettbewerb in Parma (1981), beim Viana da Motta-Wettbewerb in Lissabon (1983) und beim Wettbewerb der jugoslawischen Künstler in Zagreb (1984).

Seinen Master-Abschluss erwarb er 1985, im selben Jahr, in dem er beim Chopin-Wettbewerb in Warschau für Furore sorgte. Obwohl er von der Jury abgelehnt wurde, gewann er die Herzen des Publikums und der Kritiker gleichermaßen und erhielt zahlreiche Einladungen zu Auftritten im Ausland, darunter mehrere von der Chopin-Gesellschaft Hannover, die ihm einen Sonderpreis für die beste Sonatenaufführung beim Wettbewerb verliehen hatte. Eine Aufnahme seiner Warschauer Auftritte verkaufte sich bis Ende des Jahres in Deutschland 60.000 Mal, und die Victor Entertainment Corporation, Japan (JVC), verkaufte 80.000 Exemplare einer CD-Version in diesem Land. Die Warschauer Philharmonie lud Gekic ein, das e-Moll-Klavierkonzert von Chopin in der Philharmonie im Rahmen ihrer regulären Konzertreihe in dieser Saison aufzuführen. Im selben Saal und mit demselben Orchester, mit dem er auch im Finale des Chopin-Wettbewerbs aufgetreten wäre, begeisterte Gekic das Warschauer Publikum ein weiteres Mal und gab als Zugabe Chopins dritte Sonate in h-Moll in voller Länge!

In den Jahren nach dem Warschauer Wettbewerb 1985 absolvierte er neben einer umfangreichen Konzerttätigkeit in Deutschland, Dänemark, Polen, der Tschechoslowakei, Bulgarien, Spanien, Frankreich, Italien, Kanada und natürlich Jugoslawien auch Tourneen durch die UdSSR und Japan-Südostasien. Sendungen über sein Leben und seine Auftritte wurden von RAI Italien, TV Portugal, TV Jugoslawien, NHK Japan, POLTEL Polen, RTV Niedersachsen Westdeutschland, RTV UdSSR, Intervision, CBC und PBS ausgestrahlt.

In den frühen 1990er Jahren schränkte Gekic seine Konzerttätigkeit drastisch ein und zog sich für eine weitere Periode intensiven Studiums zurück, um seine Kunst noch weiter zu perfektionieren. Die erste Frucht dieses Rückzugs war seine bahnbrechende Gesamtaufnahme der Transzendentalen Etüden von Liszt, die allgemein als die beste jemals gemachte Aufnahme dieser Reihe gilt. Kurz darauf folgten die Naxos-Aufnahme von Liszt-Rossini-Transkriptionen (einschließlich der Wilhelm Tell-Ouvertüre), die mit dem „Rosette“-Preis des Penguin Guide to Music ausgezeichnet wurde, sowie Live-Aufnahmen aus Jugoslawien (VAI), Montreal (Palexa) und Liszts „Années de Pelerinage“ (Buch II) vom International Piano Festival Williamstown, Pennsylvania.

1999 wurde er eingeladen, beim Internationalen Klavierfestival in Miami aufzutreten. Wenige Minuten bevor er die Bühne betreten sollte, zeigte ein zufälliger Blick auf den Fernseher brennende Häuser in seiner Heimatstadt Novi Sad. Es war der 24. März; die NATO-Bombardierung Jugoslawiens hatte begonnen. Anstatt abzusagen, ging er auf die Bühne und spielte das, was viele für das beste Konzert halten, das er je gegeben hat, ein Konzert, das seine Wiederauferstehung als einer der wichtigsten Pianisten unseres Jahrhunderts einleitete.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


27.8.2021   20.30

CineMagie im PianoMobil

in Zusammenarbeit mit dem Olympia-Kino Leutershausen

Alle Infos über die Premiere dieses neuen und einzigartigen Formats finden Sie hier>>

Und hier geht’s direkt zur Ticketreservierung:


11.7.2021   18.00 Uhr

OpenAir Konzert „PICTURES“ mit Ragna Schirmer & Matthias Daneck

Die Durststrecke der „Corona-Pause“ war viel zu lang, und immer wieder erreichten uns mails mit der Frage „Wann geht es endlich weiter mit Live-Musik?“

JETZT geht es weiter! Nachdem endlich alle offenen Fragen zur Durchführung und zu den extrem unübersichtlichen Regularien geklärt werden konnten, können wir endlich ganz offiziell unseren NEUSTART verkünden – mit einem absoluten Highlight:

Die Starpianistin Ragna Schirmer und der Ausnahmedrummer Matthias Daneck präsentieren Beethoven, Mussorgsky und Ravel

Die Pianistin Ragna Schirmer erfreut sich seit Jahren höchster Anerkennung bei Konzertpublikum und Fachkritik. 1992 und 1998 erhielt sie den Bach-Preis der Stadt Leipzig – als einzige Pianistin, die diesen Preis zweimal verliehen bekam. Im Jahr 2000 sorgte sie mit ihrer Einspielung von Bachs Goldbergvariationen für ein aufsehenerregendes CD-Debüt. Für  die Gesamtaufnahme der Klaviersuiten von Georg Friedrich Händel wurde sie mit dem Händel-Preis der Stadt Halle geehrt. 2003 und 2009 erhielt sie den ECHO Klassik.
Neben zwei hochgelobten Haydn-Alben verzeichnet Ragna Schirmers Diskographie, die insgesamt bereits 17 CD’s umfasst, Kompositionen von Beethoven, Mendelssohn, Chopin, Schumann, Brahms, Schmidt, Schnittke, Corigliano und Connesson.

In ungewöhnlichen Projekten lässt sich das dramaturgische und programmatische Geschick der Künstlerin erkennen. Dies stellt sie nicht nur in moderierten Klavierabenden unter Beweis, sondern ist darüber hinaus auch in genreübergreifenden Theaterproduktionen zu erleben, die eigens für sie geschrieben und inszeniert werden
Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Beschäftigung mit Leben und Werk von Clara Wieck-Schumann. Im Clara Schumann-Jahr 2019 feierte Schirmer die Pianistin und Komponistin mit über 100 Konzerten, bei denen sie nicht nur Clara Schumanns Kompositionen, sondern auch zahlreiche ihrer Konzertprogramme an den originalen Spielorten wiederaufführte. Für ihr aktuelles Album „Madame Schumann“ (2019) spielte Ragna Schirmer zwei Original-Konzertprogramme Clara Schumanns ein und erhielt dafür großes Lob von der Fachpresse.

Ragna Schirmer konzertiert in den wichtigsten Sälen in Europa, China und Neuseeland sowie bei renommierten nationalen und internationalen Festivals. Neben Ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet Ragna Schirmer seit vielen Jahrzehnten, gibt regelmäßig Meisterkurse sowie Seminare. Seit 2009 widmet sie sich erfolgreich der Begabten- und Hochbegabtenförderung am Musikzweig der Latina August Hermann Francke in Halle an der Saale. Auch kulturpolitisch engagiert sich Ragna Schirmer seit vielen Jahren. Jan Brachmann betitelte sie in der FAZ jüngst als „politisch eine der klügsten, umsichtigsten und tatkräftigsten Künstlerinnen unseres Landes“.

Der Schlagzeuger Matthias Daneck hat nach seinem Studium an der Swiss Jazz School und am Konservatorium Bern mehrere Studienaufenthalte in New York bei Joe Morello, Kenny Washington und John Riley an der Manhattan School of Music verbracht. Er ist Bandleader und Komponist bei Matthias Daneck’s N.O.W. und der „instant loop generation“ und trommelt unter anderem auf dem ganzen Globus bei Ute Lemper, beim Anne Czichowsky Quintet, dem South Quartet, bei Ragna Schirmers Händel Projekt und war Organisator der erfolgreichen „Jazz cooks“-Serie. Er hatte Engagements mit Jazzgrössen wie Randy Brecker, Clarke Terry, Jerry Gonzales, Jimmy Woode oder Bireli Lagrene und ist bisher auf mehr als 70 CD-Produktionen zu hören. Konzerttourneen führten ihn in letzter Zeit nach Russland, Australien, Spanien, Türkei, Belgien und Litauen und man konnte ihn im Fernsehen bei der ARD und im MDR erleben. Er ist Preisträger beim internationalen “Concours d’orchestres” des Jazzfestivals Vienne (F). Daneck ist ein melodiöser Schlagzeuger, dem „Leisespielen“ absolut kein Fremdwort ist, und wegen seiner Kreativität und Vielseitigkeit in der europäischen Jazzszene sehr gefragt.

Die Pianistin Ragna Schirmer und der Schlagzeuger Matthias Daneck, beide als Musiker in verschiedenen Genres zu Hause, spüren dem Rhythmus in bedeutenden Klavierkompositionen nach, gehen mit ihm kreativ um und erweitern ihn auf vielfältige Weise. Rhythmus ist die Grundlage der Musik. Während sich der Puls einiger Musikstücke jedoch lediglich als Takt oder Grundschlag erschließt, ist er bei anderen Werken zentrales Stil-Element. Besonders in der Klaviermusik mit ihren vielfältigen Strukturen zeigen sich diesbezüglich häufig starke rhythmische Akzente. Einige Komponisten des 18ten Jahrhunderts benutzten gar den Klang der fallenden Hämmer sogenannter „Hammerflügel“, um mit diesen klickenden Geräuschen ihrer Musik noch zusätzliche Effekte zu verleihen.

Ludwig van Beethoven gilt als Erfinder des „off-beat“; in seinen Klaviersonaten finden wir Passagen entsprechender Takt-Verschiebungen, die später im „Swing“ wieder auftauchen. Eine große Improvisation über Melodien und Rhythmen ist die Fantasie op. 77. Im Spiegel einer Aufführung mit Percussion wird der innovative Umgang Beethovens mit „beat“ überdeutlich. Maurice Ravel liebte die Mathematik, seine Kompositionen entstanden regelrecht unter dem Brennglas des Spiels mit Zahlen und Strukturen, die in Taktart und wiederholten Motiven nachgerade ausgeklügelt erscheinen. In der Orchesterversion der „Miroirs“ zeigt er, an welchen Stellen er rhythmische Akzente setzen möchte, und wenn dieses percussive Element zum Vortrag der Klavierversion addiert wird, bekommt die ohnehin schon sehr plastische Musik des nachdenklichen Franzosen eine entrückte Dimension.
Die „Bilder einer Ausstellung“ wurden schon mehrfach in andere Musikstile übertragen, die Interpretation einiger Bilder durch Emerson Lake and Palmer gilt als legendär. Dieser Zyklus von Modest Mussorgski ruft geradezu nach einer rhythmischen Erweiterung. In der Fassung von Ragna Schirmer und Matthias Daneck wird die Bilderschau zur großen Spielfreude mit viel Witz und Charme.

PROGRAMM:
Ludwig van Beethoven: Fantasie op. 77
Maurice Ravel: Miroirs
Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung

11. Jui 2021   18.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hirschberg

Open Air auf dem Meier-Heller Platz vor der Synagoge
(Bei schlechtem Wetter in der Synagoge)

Die jeweils geltenden Corona-Bestimmungen werden selbstverständlich der jeweiligen Variante (außen/innen) entsprechend angewendet.

Eintritt: 20,00 € (Mitglieder 16,00 €)  Schüler 12,00 €

Ticketreservierung erforderlich!
Sie können Tickets für bis zu 12 Personen aus bis zu 3 Haushalten bestellen. Diese werden dann einer Gruppe von Plätzen zugeordnet; zwischen den Sitzgruppen werden wir den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5m anwenden.

Sie erhalten nach der Reservierung eine automatische Bestätigung, in der Sie auch darüber informiert werden, wo die Tickets abgeholt werden können. Wenn Sie Ihre Tickets nicht rechtzeitig abholen können, gibt es bis 30 Minuten vor dem Konzert die Möglichkeit, diese beim Café Erdmann (3 Minuten Fußweg) abzuholen

>> Unser aktuelles Hygienekonzept können Sie hier einsehen

 

Rückblick 2020:

Sehr spontan: Livestreaming bei „Musik in Hirschberg“

Unser lang geplantes Beethoven-Festival, zu dem wir hochkarätige Künstlerinnen und Künstler eingeladen haben, kann aus den bekannten Gründen nicht in der vorgesehenen Form durchgeführt werden. Sehr spontan haben wir aber entschieden, einen Ersatz zu versuchen, und die Möglichkeit des Livestreams kreativ einzusetzen!

Wer die Künstler unterstützen will und einen Beitrag dazu leisten möchte, deren Ausfall ein wenig zu kompensieren, kann dies auch durch den Erwerb von (sogar handsignierten) CD’s tun. Die Infos dazu finden Sie HIER>>
Sie können auch gerne „virtuelle Tickets“ spenden in beliebiger Höhe. Bitte vermerken Sie die von Ihnen unterstützte Veranstaltung in der Überweisung, so dass wir das Geld zu 100% an die Künstler weiterleiten können. Unsere Kontoverbindung:

IBAN DE87 6709 2300 0033 2727 40
Volksbank Kurpfalz eG
Kontoinhaber: Musik in Hirschberg e.V.

Sonntag, 13.12.2020   11.00 Uhr
Reinhard Becker

BEETHOVEN’s 32 KLAVIERSONATEN:
living Urtext…

Wer sich wie Reinhard Becker, ehemaliger und langjähriger Leiter der Klavierklasse an der Musikhochschule Trossingen, intensiv mit Beethovens Klaviersonaten (aus als „Neues Testament des Klaviers“ bezeichnet) beschäftigt, stösst auf unzählige Fragen, die das Verständnis und die ursprüngliche Intention Beethovens betreffen.

Der Versuch, diese möglichst präzise darzustellen, etablierte sich in dem Begriff „Urtext“, der seit ca. 50 Jahren ernstzunehmende Notenausgaben ziert. Beckers Untersuchungen haben aber zu der Erkenntnis geführt, dass auch diese Ausgaben bei näherem Hinsehen eher oberflächlich sind.

Zu Beethovens 250. Geburtstag, am 17. Dezember 2020, soll die von ihm herausgegebene neue Ausgabe unter dem Motto „Living Urtext“ starten. Er wird in einem Videogespräch einen Einblick in seine Werkstatt geben.

 

Die Livestreams der verangenen Veranstaltungen sind vorerst noch aufrufbar:

Samstag, 12.12.2020   19.30-21.00 Uhr
Galina Vracheva

250 Jahre BEETHOVEN – Interaktives Fantasiekonzert

Im Rahmen des Beethoven-Festivals in Hirschberg gibt die international bekannte Pianistin Galina Vracheva eines ihrer berühmten Improvsationskonzerte. Bekannt für ihre ad hoc Kompositionen im Konzert, wird sie zuerst über Motive aus Beethovens Symphonien fantasieren und anschliessend aus Vorschlägen aus der Online-Zuhörerschaft einmalige Spontankompositionen schaffen. Die Künstlerin moderiert ihr Konzert selbst.

Dieses Konzert wird ca. 90 Minuten dauern und unter professionellen Bedingungen per livestream gesendet. Zum Ansehen müssen elektronische Tickets erworben werden. So wird Ihr Wohnzimmer zum privaten Konzertsaal!

Interaktives Fantasiekonzert

 

Freitag, 11.12.2020   19.30
Jens Schlichting

BEETHOVEN-STUMMFILM

Der geplante Stummfilm „Der Märtyrer seines Herzens“ aus dem Jahr 1917 kann leider nicht gestreamt werden, durch die Filmlänge ist das für unseren technischen Stand nicht realisierbar. Aber es wird ebenfalls eine live gesendete Grußbotschaft aus dem bezaubernden Leutershausener Olympia-Kino geben, und dazu gehört auch eine Live improvisierte cineastische Überraschung!

Livestream Beethoven Stummfilm

 

Donnerstag, 10.12.2020   19.30 Uhr
Ragna Schirmer & Matthias Daneck

BEETHOVEN’S BEAT

In einem Livestream auf youtube gibt es ein Gespräch mit den Künstlern über ihre momentane Situation, über ihre Pläne, aber natürlich auch über deren geplantes Programm unter dem wirklich neugierig machenden Motto.

In diesem Livestream werden beide auch jeweils eine kurze musikalische Kostprobe darbieten:

Livestream Beethovens Beat

Das Festival wird im Sommer (derzeitiger Planungsstand: Ende Juni/Anfang Juli) nachgeholt. Wenn Sie informiert werden möchten, tragen Sie sich bitte hier für den Newsletter ein:

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Die Künstlerinnen und Künstler des BEETHOVEN FESTIVAL HIRSCHBERG